Die Geschichte des Schlosses
Eingebettet in die reizvolle Landschaft des Zemplén-Gebirges liegt die Gemeinde Háromhuta, die aus den drei Ortsteilen Óhuta, Középhuta und Újhuta besteht. Die Region ist vor allem für ihre traditionsreiche Glasmacherkunst bekannt. Bereits 1698 nahm in Óhuta die erste Glashütte ihren Betrieb auf. Über mehr als zwei Jahrhunderte wurden hier Gebrauchs-, Zier- und Kristallglas gefertigt, dessen kunstvolle Erzeugnisse heute als wertvolle Museumsstücke gelten und bei Sammlern hoch geschätzt werden.
Die Geschichte des heutigen Schlosshotels reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Damals ließ Prinz Ferdinand von Bretzenheim an dieser Stelle ein kleines Jagd- und Forsthaus errichten, das sich harmonisch in das Tal des Tolcsva-Bachs einfügte. Historische Lagepläne belegen, dass es sich ursprünglich um ein eingeschossiges Försterhaus handelte.
Nach 1855 ging das Schloss in den Besitz der Familie Waldbott über. In den 1880er Jahren ließ Frigyes Waldbott das Gebäude nach eigenen Plänen erweitern und zum Jagdschloss ausbauen. Mit seinen weiß verputzten Fassaden, den grünen Fensterläden, den markanten Türmen und dem weitläufigen Schlosspark entwickelte es sich zu einem der eindrucksvollsten Gebäude der Region. Der Park umfasste einen Fischteich, verschlungene Kieswege, Waldflächen und bot einen idyllischen Rückzugsort inmitten der Natur.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte das Jagdschloss mehrfach den Besitzer und diente unter anderem als Ferienheim. Im Jahr 2011 ging das Anwesen in den Besitz der Fémalk Zrt. über. Mit großer Wertschätzung für seine Geschichte begann wenig später die umfassende Restaurierung des Schlosses. Ziel war es, den historischen Charakter des Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig modernen Komfort zu schaffen.
Heute verbindet das Schlosshotel Újhuta auf einzigartige Weise Geschichte und Gegenwart. Sorgfältig restaurierte Originalelemente erinnern an die bewegte Vergangenheit des ehemaligen Jagdschlosses, während stilvolle Ausstattung und zeitgemäßer Komfort den Gästen einen erholsamen Aufenthalt inmitten der Natur ermöglichen.
Basierend auf den historischen Recherchen von Dr. Katalin Dankó Jósvainé (Sárospatak, Februar 2018).